06.04.26, 15:00: Pokalhalbfinale: SV Germania Stirpe – SuS Scheidingen
Im Pokalhalbfinale zwischen dem SV Germania Stirpe und dem SuS Scheidingen entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel, das von vielen kleinen Fouls, häufigen Unterbrechungen sowie zahlreichen Standardsituationen geprägt war. Vor allem in der ersten Halbzeit präsentierte sich der SuS Scheidingen sehr präsent in den Zweikämpfen und insgesamt als das aktivere Team.
Diese Überlegenheit spiegelte sich auch in der 20. Minute wider: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete der SuS schnell um. Ein Lupfer ins Zentrum erreichte Elina Tomeit, die den Ball über die Torhüterin chipte und anschließend souverän zum 0:1 ins leere Tor einschob.
Im weiteren Verlauf blieb Scheidingen spielbestimmend, während Stirpe vor allem über Standardsituationen gefährlich wurde. Nach einer Ecke zeigte Torhüterin Charlotte eine starke Parade und verhinderte zunächst den Ausgleich. Kurz vor der Halbzeit war sie jedoch machtlos: In der 45. Minute führte ein Freistoß per Kopf zum 1:1 Ausgleich, mit dem es auch in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel brachte der SuS Scheidingen Emma Schneider für die gelbverwarnte Aileen Drees ins Spiel (46.). Direkt zu Beginn setzte der SuS mit einem Freistoß nach Foul an Svea ein erstes Zeichen. Dennoch kam Stirpe in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel und nutzte seine Chancen konsequenter.
In der 64. Minute musste Scheidingen verletzungsbedingt wechseln. Mara Behrens ersetzte Leonie Gillhaus. Nur wenige Minuten später führte ein Ballverlust im Aufbauspiel des SuS in der 68. Minute zum 2:1 für Stirpe. In der 74. Minute erhöhte Stirpe nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum, geprägt von mehreren Dribblings, auf 3:1.
In der Schlussphase wurde das Spiel zunehmend hektischer: Jule Kötter kam in der 78. Minute für die verletzte Maike Hartleif ins Spiel. In der 82. Minute sah eine Stirper Spielerin nach einem rüden Foulspiel im Mittelfeld die Rote Karte. Daraufhin musste auch Malou Hagedorn verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für sie kam Mia Koerdt ins Spiel (84.). Zudem ersetzte Lea Peck Torschützin Elina Tomeit (84.).
Nach der anschließenden Ausführung des Freistoßes wurde der Ball scharf vor das Tor gezogen und fiel Svea vor die Füße, die gekonnt ins untere rechte Toreck einschob. Doch das Tor zählte nicht. Der Schiedsrichter hatte zuvor ein Handspiel von Stirpe erkannt und leider den Vorteil nicht abgewartet. Zum Glück fiel dieser falsche Pfiff nicht schwer ins Gewicht. Svea übernahm erneut die Verantwortung und verkürzte in der 85. Minute auf 3:2.
Die sechsminütige Nachspielzeit war weiterhin von vielen Fouls und Unterbrechungen geprägt. Trotz großem Einsatz gelang es dem SuS jedoch nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.
Damit zieht der SV Germania Stirpe ins Pokalfinale ein und trifft dort am 14.05.2026 auf TuS Belecke, die sich im zweiten Halbfinale mit 4:2 gegen den SVW Soest durchsetzen konnten.
Aufstellung SuS Scheidingen:
Aistermann – Drees (46. Schneider) – Hartleif (78. Kötter) – L. Kröner – Oxenfahrt – Wiese – J. Kröner – Hagedorn (84. Peck) – Gillhaus (64. Behrens) – Elbers – Tomeit (84. Koerdt)
Bericht verfasst von: Mara Behrens