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Ärgerliches Unentschieden gegen Ahlen

Spielbericht: SuS Scheidingen – Rot Weiss Ahlen (03.05.26, 13:30 Uhr)

Bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen empfingen die SuS-Damen am Sonntag Rot Weiss Ahlen. Die Ausgangslage war angespannt: Dem Trainergespann Rupp/Mohr standen nur 13 Spielerinnen zur Verfügung. Besonders in der Innenverteidigung fehlten etatmäßige Kräfte, weshalb Jana Kröner und Leonie Gillhaus diese Positionen übernahmen und ihre Aufgabe von Beginn an souverän lösten.

Der Matchplan war klar: kompakt stehen, Räume eng machen und Ahlen möglichst wenig Entfaltung bieten. Vor allem Offensivspielerin Hamze Maria Acar wurde eng von Emma Schneider begleitet und weitgehend aus dem Spiel genommen. Ahlen hatte zwar mehr Ballbesitz, kam aber kaum zu klaren Torchancen. Viele Angriffe liefen über die Außen, doch Hereingaben wurden meist früh geklärt.

Die SuS-Damen setzten dagegen auf konsequentes Anlaufen und schnelles Umschalten. Bereits in der dritten Minute gab es die erste Annäherung, als Lea Peck einen langen Ball knapp nicht mehr erreichte. Die hochstehende Abwehr der Gäste bot immer wieder Räume, die der SuS gezielt nutzte. In der 17. Minute wurde Svea Elbers nach starkem Lauf nur durch ein Foul gestoppt, der folgende Freistoß von Sophie Oxenfarth blieb jedoch ohne Erfolg.

Auch danach blieb der SuS gefährlicher. In der 27. Minute leitete Mia Koerdt einen Angriff über außen ein, doch Svea verpasste knapp. Wenig später setzte Mia erneut mit einem Diagonalball Mara Behrens in Szene, die im Eins-gegen-eins nur knapp verzog (31. Minute). Kurz vor der Pause fiel dann die verdiente Führung: Nach Zuspiel von Emma setzte sich Svea im Laufduell gegen zwei Gegenspielerinnen durch und traf flach zum 1:0 (43. Minute).

Umso ärgerlicher war der Zeitpunkt des Ausgleichs: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang es Hamze Maria Acar, sich einmal entscheidend durchzusetzen und mit der ersten echten Torchance für Ahlen das 1:1(45. Minute) zu erzielen.

Insgesamt war es eine intensive und körperbetonte Partie, in der Ahlen immer wieder versuchte, mit kleinen Fouls und Nickeligkeiten den Spielfluss zu stören. Der SuS ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen.

Nach der Pause wollten die SuS-Damen weiterhin mutig auftreten und auf Sieg spielen. Das Spielgeschehen ähnelte dabei über weite Strecken der ersten Halbzeit. Die Mannschaft zeigte großen Einsatz, war präsent in den Zweikämpfen und suchte weiterhin konsequent den Weg nach vorne. In der 56. Minute bot sich die nächste gute Gelegenheit, als Lea einen langen Ball erlief. Ihr Versuch, den Ball über die Torhüterin hinweg zu heben, war jedoch nicht kraftvoll genug und konnte gehalten werden.

In der 75. Minute zahlte sich die offensive Herangehensweise erneut aus: Nach einem verlängerten Ball reagierte Lea schnell und legte direkt auf Svea ab, die in den Strafraum startete und dort nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter übernahm Leonie G. und verwandelte diesen sicher zur erneuten 2:1-Führung.

Auch danach blieb der SuS gefährlich. Svea scheiterte wenig später aus spitzem Winkel an der Torhüterin. In der Schlussphase zog sich die Mannschaft zunehmend zurück und konzentrierte sich auf die Defensive. Mit Nina Haußmann für Lea erfolgte der erste Wechsel. Ahlen übernahm nun mehr Kontrolle und versuchte vor allem über die Außen Druck aufzubauen.

In einer hektischen Phase rettete Torhüterin Charlotte Aistermann mit mehreren starken Paraden die Führung. Doch in der Schlussminute kam es zur unglücklichen Entscheidung: Nach einer Standardsituation sprang der Ball einer SuS-Spielerin an den Arm – Elfmeter. Hamze Maria Acar verwandelte zum 2:2-Endstand (89. Minute).

Die Enttäuschung war groß, da der Sieg gegen den Favoriten greifbar nah war. Dennoch überwiegen die positiven Erkenntnisse: Trotz der angespannten Personalsituation zeigten die SuS-Damen eine kämpferisch und spielerisch starke Leistung. Nun gilt es, im nächsten Auswärtsspiel gegen TSV Amshausen (10.05.26, 15 Uhr) nachzulegen und den ersten Sieg der Rückrunde einzufahren.

Aufstellung: Aistermann – J. Kröner – Schneider – Wiese – Gillhaus – Elbers – Behrens – Oxenfarth – Peck (83. Haußmann) – Koerdt – Hartleif – Bergmann

Bericht verfasst von: Lea Peck

 

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