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Tobi Schulte: Außergewöhnliches Fair-Play

Am Wochenende war unser Seniorenspieler Tobias Schulte sicherlich „Man of the day“. Warum? Seid gespannt und lest mal weiter!

Der Soester Anzeiger berichtet in seiner heutigen Ausgabe von einer außergewöhnlichen Fair-Play-Aktion unseres Stürmers:

Titel: Scheidingens Schulte verzichtet auf Elfmeter

Ein unerwarteter Ausgleich nach einem 0:3 Rückstand hätte dem SuS Scheidingen am vergangenen Sonntag im Spiel der Fußball Kreisliga A beim SC Lippetal gelingen können. Denn der Schiedsrichter Taha Osmar zeigte beim Stand von 3:2 (für Lippetal) in der 50. Minute auf den Elfmeterpunkt, weil SuS-Spieler Tobias Schulte gefoult wurde. So sah es zumindest der Schiedsrichter.

„Ich wurde in den Strafraum geschickt, bin an der linken äußeren Ecke reingelaufen und wollte den Ball rübergrätschen“, beschreibt Schulte die umstrittene Situation noch einmal. §Der Gegenspieler und ich grätschen beide zum Ball. Das war wie ein Pressschlag als Grätsche.“

Der Pfiff ertönte und einigen Scheidingern lag schon der Jubel auf den Lippen. Der SC Lippetal haderte hingegen mit der Entscheidung.

Schulte sagte vor sich hin: „Ich glaub auch nicht, dass das einer war“ und hat sich danach erstmal bedeckt gehalten. Daraufhin wurden die Proteste des SCL umso größer.

„Er gibt es doch selbst zu“, belagerte die Heimmannschaft den Schiedsrichter, der schließlich Schulte um seine Ehrlichkeit bat.

„Nein, er trifft mich nicht. Das war kein Foul“, antwortete der Torschütze zum vorherigen 3:2. Der Elfmeter wurde zurückgenommen und Scheidingen verlor 6:4 in Herzfeld.

# „Ich will ehrlich sein“ #

Im Nachhinein beschreibt Schulte diesen Moment als Kipppunkt im Scheidinger Spiel. „Wenn das 3:3 fällt, wäre es wohl anders ausgegangen. Das hat uns im Endeffekt auch gekillt, weil uns das noch im Kopf beschäftigt und das Momentum genommen hat.“

Aus der eigenen Mannschaft hätte es auch Kommentare gegeben wie „Wie doof kann man ein, das Geschenk des Schiris nicht anzunehmen?“ oder „Die Lippetaler hätten das niemals gemacht“. Zumal sich ein Schütze schon den Ball auf den Punkt gelegt hatte. SuS-Trainer Tim Brans würdigte das Handeln als „außergewöhnliche und nicht selbstverständliche Fair-Play-Aktion“.

„Das war eine Fehlentscheidung. Im Endeffekt ist es Fußball, aber mehr auch nicht. Wenn ich gefragt werde, will ich auch ehrlich sein“, erklärt Schulte.

„Das ist eigentlich keine Riesennummer“ (O-Ton Tobi Schulte).

Als Grundlage dafür gibt er ein Gespräch am Morgen des Spieltags mit seiner Frau an. „Obwohl es nur ein Hobby ist, nimmt das so viel Raum bei mir ein und ich mache mir selbst zu viel Druck. Meine Frau meinte: `Fahr hin, hab Spaß und dann ist gut`. Das war eine Sache die mich gelenkt hat.“

Dabei spielte auch sein christlicher Glaube eine Rolle. „Ich will mit meinen Jungs eine gute Zeit haben. Mein Wert hängt nicht von der Leistung ab.“

Eine Einstellung, die dem (Amateur) Fußball öfter guttäte.

                                     Daher die Frage der Woche: Wie hättest DU reagiert?

Seid ehrlich zu euch selbst bei der Beantwortung und denkt beim nächsten Spiel, der nächsten Entscheidung mal genauer drüber nach.

Wir sind der festen Überzeugung:

„Tobi: Das war eine supertolle Aktion von dir und wir sind, trotzdem wir das Spiel verloren haben, stolz einen solchen „Typen“ wie dich in unseren Reihen zu haben!“

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