Mühsam, aber verdient hat die 1. Mannschaft den Pflichtsieg beim Kellerkind aus Neuengeseke eingefahren. Dass dies nicht so leicht werden würde, wie es der Tabellenstand vermuten ließe, war allen Beteiligten im Vorfeld klar. Trotz der prekären Platzierung hatte Neuengeseke in der Vorwoche immerhin ein 3:3 gegen Oberense erreicht und auswärts lässt der SuS bekanntlich gerne mal den einen oder anderen Punkt liegen. Außerdem ist die Personallage überschaubar, was aber nichts am Vorhaben des Auswärtssieges ändern sollte. Genug des Vorgeplänkels.
Bei bestem Fußballwetter zogen sich die Gastgeber zunächst etwas zurück und ließen unsere Verteidiger die Kugel hin und herschieben. Dabei waren sie allerdings wachsam und schoben situativ mit hohem Tempo auf die Defensive. Kleinere Präzisionsprobleme im Passspiel führten so zu einigen Situationen, die letztlich aber von Rene und Steffen gelöscht werden konnten. Letzterer schlug in der siebten Minute einen langen und ansehnlichen Ball auf Hansner, der in gewohnt geschwinder Geschwindigkeit Richtung Grundlinie sprintete und auf Sebi Sander zurücklegte, dessen Abschluss leider einige Etagen zu hoch geriet.

In Minute 12 war es dann eine Standardsituation, die Zählbares brachte. Falk brachte die Ecke mit seinem Linken (ja, der ist da flexibel und kann das mit beiden Schochen) in den Fünfer, wo er an Händen, Füßen und Oberschenkeln vorbeiirrte. Frido Griewel hatte als Einziger den Durchblick und nickte den Ball aus kurzer Distanz ins Tornetz.
So eine Führung bringt sicherlich Sicherheit, oder? Das wäre zu einfach. In der 20. Minute wurde es nämlich richtig brenzlig. Ein Angriff der Blauen wurde nicht konsequent geklärt, sodass der Abschluss an die Latte knallte und wieder vor den Füßen der Gastgeber landete. Beim folgenden Schuss war Tanne Sievert aber schnell wieder auf den Beinen und konnte die knappe Führung mit dem Hechtsprung sichern.
Im Anschluss waren hauptsächlich kreisligatypische Querelen zu vernehmen. Ständiges „Abseits“-Gebrülle, kleinere Nickligkeiten und erhöhter Redebedarf mit dem Unparteiischen, was bekanntlich selten eine sinnvolle Verhaltensweise darstellt.
In der Nachspielzeit rieben sich alle verwundert die Augen, während sie lauthals jubelten. In der eigenen Hälfte (in unmittelbarer Nähe zur Mittellinie) wollte Rene einen Freistoß in die Gefahrenzone treten. Der lange Ball wurde immer länger und wie beim 0:1 wich er in magischer Weise allen Hindernissen aus, bis er von allen unberührt im Tor lag. Was ne Hütte!
Nach dem Wiederanpiff dauerte es keine Minute, bis es wieder klingelte. Sander setzte stark nach und legte zurück auf Benno, dessen Schuss wiederum geblockt wurde. Doch Benno blieb in der Situation und sah Tobias Schulte, der den Ball direkt in die Maschen drosch. Unhaltbar.

Messe gelesen, das Ding ist durch. Nein, Neuengeseke blieb weiter gefährlich und gab nicht auf. So musste Tanne in der 51. Minute erneut eingreifen, als ein Gegenspieler alleine vor ihm auftauchte. Sanders Kopfball nach einer Ecke landete auf der Gegenseite knapp neben dem Ziel.
In der 75. Minute hatte sich wieder ein Blauer durchgemogelt und stand vor Tanne, der den Abschluss mit dem Fuß stark parierte. Trotz fortgeschrittener Zeit und dem Rückstand blieb Neuengeseke weiter dran. In der 84. Minute erzielten sie nach einem Konter den Anschlusstreffer. Habsch gelang das Kunststück, den Ball über Tanne zu heben. Neuengeseke witterte also noch Morgenluft und bemühte sich um Offensivaktionen. Auf beiden Seiten hätten allerdings noch Tore fallen können, wobei eines sogar noch fiel. Nils Becker trat zum Freistoß aus halblinker Position an und hämmerte das Ding an den Innenpfosten. Leider handelte es sich um einen indirekten Freistoß, weshalb es beim 1:3 blieb.
Pflichtaufgabe also erfüllt. Nach der Eiersuche empfängt der SuS am 12.04. die Rothosen aus Wickede. Hoffentlich sind bis dahin wieder einige mit am Bord, die momentan sehnlich vermisst werden. So oder so, ein Besuch am Bispingwald lohnt sich bekanntlich immer.







