B-Mädchen verlangen Arm. Bielefeld alles ab

B-Juniorinnen Westfalenliga  Sonntag, 13.09.20       SuS – Arminia Bielefeld  0:1

Anstoß einer kampfbetonten Partie

„Natürlich hat der Jungschiedsrichter weder das Bielefelder Tor, noch unsere Großchancen vergeben – und doch hat er dieses Spiel durch kuriose Entscheidungen sehr stark beeinflusst (zum Nachteil beider Mannschaften).

Die Krönung (in negativer Hinsicht) ging jedoch ausnahmslos zu unseren Lasten! Das Spiel hätte durch einige Verletzungsunterbrechungen sicherlich Extra-Minuten länger laufen müssen – doch das sah der sehr   Schiedsrichter völlig anders.

Er beendete das Spiel einfach mal drei Minuten FRÜHER – und so wurden anstatt 80+ nur lediglich 77 Minuten gespielt – Unfassbar!! Uns fehlen Minuten – und wir waren „am Drücker“.

Den Bielefeldern war das natürlich mehr als recht, denn sie sahen sich in der zweiten Spielhälfte einem stetig zunehmenden Druck unserer Mannschaft ausgesetzt. Der fällige Ausgleich lag förmlich in der Luft……..

„Unsere Mädels saßen weinend vor Wut (auf den Schiri) und Enttäuschung (wegen der Niederlage) auf dem Platz – das zu sehen, tat schon sehr weh, denn sie hatten im zweiten Abschnitt wirklich alles gegeben! Letztlich vergeblich .“

Zum Spiel:

Der Nachwuchs des Bielefelder Bundesligisten legte los wie die Feuerwehr und doch hatten wir die erste Großchance des Spiels, als Jule Kötter der Ball in letzter Sekunde unglücklich versprang (16.). Danach allerdings bestimmten die Gäste eindeutig das Spiel. Unsere Mädels nahmen die Zweikämpfe nicht richtig an und waren dadurch viel zu oft nur „zweite Sieger“. Die Ostwestfälinnen hatten allerdings nicht das richtige Zielwasser getrunken, trafen sie doch in regelmäßigen Abständen Pfosten und Latte unseres Tores. Nach gut einer halben Stunde jedoch klingelte es in unserem Kasten. Wieder ein hoher Weitschuss (wie in Werther) und erneut zappelte der Ball im Netz…… 0:1 – au man!

Jule, Leni i. Emma Maria auf dem Weg nach vorne

Die Gäste wollten aber mehr und unsere Mädels wussten gar nicht so recht, was ihnen geschah. Sie sahen sich einer wahren Angriffswelle gegenüber. Es fielen noch zwei weitere Aluminiumtreffer und so hätten wir uns keineswegs beschweren können, wenn das Spiel schon zur Halbzeit entschieden gewesen wäre, denn es hätte gut und gerne schon 0:5 stehen können! Tat es aber nicht und so gingen die Mädels mit einem sehr glücklichen, aber aufholbarem 0:1 Rückstand in die Kabine.

In der Pause schienen unsere Coaches die richtigen Worte gefunden zu haben, denn ihre SuS`lerinnen kamen wie verwandelt aus der Kabine. Fortan wurden die Zweikämpfe nicht nur angenommen, sondern auch gewonnen! Der bisherige Spielverlauf drehte sich komplett. In der 52. Minute lag unser Jubelschrei schon fast in der Luft, doch wurde wiederum Jule in letzter Sekunde am erfolgreichen Torschuss gehindert.  Die nächste Möglichkeit entschärfte die sehr gute Bielefelder Keeperin, als sie einen Schuss von Sina um den Pfosten lenkte.

Aktivposten in unserem Spiel: Emma Schneider

Weiter so Mädels – da geht noch was!

Zehn Minuten vor Ende der Partie (so dachten wir jedenfalls zu dem Zeitpunkt um die siebzigste Spielminute) wurde umgestellt und Emma weiter nach vorne beordert. Genau diese Emma hätte dann auch beinahe den nun überfälligen Ausgleich erzielt. Nach einer Ecke kam sie gedankenschnell als erste an den Ball, doch wurde auch ihr Schuss eine Beute der Gästekeeperin, die sich den Ball im Nachfassen kurz vor der Linie schnappte (76.).

Ja und dann trat der Schiri in`s Rampenlicht. Zuvor durch Fehlentscheidungen aufgefallen (………….), pfiff er das Spiel (wie schon erwähnt) einfach mal drei Minuten vor dem eigentlichen Ende ab. Ungläubig zeigte Trainer Thomas dem Schiri seine Stoppuhr, doch das zählte nicht. Der Bielefelder Coach lächelte süffisant, kam ihm diese Fehlentscheidung natürlich nicht ungelegen.

Aber es war nicht`s mehr zu machen – Ende, Aus – Spiel verloren!

„Wir müssen diese Fehlentscheidung akzeptieren, obwohl uns das mehr als schwer fällt. Natürlich sind wir uns im Klaren, dass der Stellenwert von Mädchen- oder Frauenfußball nicht so hoch angesehen wird, wie er es verdient hätte – aber wir spielen immerhin Westfalenliga, haben jahrelang dafür gearbeitet und dann wird so ein „Schiri-Neuling“  ohne Unterstützung von außen zu einem solch wichtigen Spiel geschickt – puh, das ist schon sehr schwierig nachzuvollziehen!“

Nächsten Samstag (das Spiel wurde auf Bochumer Wunsch hin von Sonntag auf Samstag vorverlegt) steht der nächste schwere Gang an. Mit den U 16 Juniorinnen des VfL Bochum wartet der nächste Bundesliganachwuchs (dieses Mal  an der Castroper Straße) auf unser Team – vielleicht ist ja eine Überraschung drin?!

Kommt Mädels – Kopf hoch und weitermachen – es kommen auch wieder bessere – ähm, wir meinen natürlich bessere Zeiten!!

P.S.: ersetzen hier die ursprünglichen und absolut wahren Worte, mussten aber auf Anweisung „von Kreisoberen“ geschwärzt werden……….. Pressefreiheit, Meinungsfreiheit??

Aber jede(r), die/der dabei war, weiss diesen Bericht richtig einzuordnen!

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